Themen für Abschlussarbeiten

Im Laufe Ihres Studiums müssen Sie je nach Studiengang eine Masterarbeit und/oder Bachelorarbeit anfertigen. Sie erwerben in dieser Zeit unter Anleitung und Begleitung eines von Ihnen gewälten Betreuers neue Fachkenntnisse und lernen das Handwerkszeug eigenständiger Entwicklungs- und Forschungsarbeit. Ihr erster Schritt zu einer erfolgreichen Arbeit ist, ein für Sie interessantes Thema zu finden. Kontaktieren Sie dazu einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der Sie betreuen könnte. Bei der Suche nach dem richtigen Betreuer orientieren Sie sich bitte an dem von Ihnen angestrebten Themengebiet und den Forschungssschwerpunkten der einzelnen Mitarbeiter. Entwickeln Sie möglichst genaue Vorstellungen von Ihrem Themenwunsch. Nachstehend finden Sie das aktuelle Themenangebot des Lehrstuhls Wirtschaftsinformatik. Die Liste kann - in individuellen Gesprächen mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern - erweitert werden.

Entwicklung von Ontologie und Ontologiemuster am Beispiel des Anwendungsgebiets Freizeit/Tourismus

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 22.02.2018

Ontologien bieten die Möglichkeit, wichtige Konzepte in einem Anwendungsgebiet und deren semantische Beziehungen in einer formalen Repräsentation zu erfassen. So kann beispielsweise das gemeinsame „Weltmodell“ aller Akteure in einem Anwendungsgebiet oder der in einer Organisation verwendete Begriffsraum explizit gemacht werden. Ontologiemuster sind wiederverwendbare Ontologiebausteine, die gute Modellierungslösungen repräsentieren und für beispielsweise verschiedene Weltmodelle verwendet werden können.

Das Ziel der Masterarbeit ist es, einerseits eine Ontologie für ein ausgewähltes Anwendungsgebiet zu entwickeln und andererseits dabei Muster zu identifizieren, die möglicherweise für andere Gebiete interessant sind. Die Ontologieentwicklung soll als Ausgangspunkt bereits verfügbare Datenmodelle, Topic-Maps, Klassifikationsstandards oder andere Konzeptualisierungen haben. Die Werkzeugunterstützung bei der Entwicklung und Pflege von Ontologien und –mustern ist zu berücksichtigen.

Eine Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt SEMA (semantische Assistenz bei der Objekterkennung in Bewegtbildern) ist möglich. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit FutureTV als Projektpartner denkbar, aber nicht verpflichtend.

 

 

Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung der DSGVO für kleine und mittelständische Unternehmen

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 22.02.2018

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die im Mai 2018 in Kraft tritt und mit der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten in privaten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch soll der Schutz personenbezogener Daten verbessert werden. Die DSGVO bewirkt Änderungen in den nationalen Datenschutz-Verordnungen und stellt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor die Aufgabe, ein entsprechendes (organisatorisches) Management-System zu installieren.

Die Arbeit soll einen methodischen Ansatz zur Umsetzung der DSGVO entwickeln, der speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ausgerichtet ist. Dazu ist zum einen eine Analyse der Anforderungen der DSGVO vorzunehmen und eine Kategorisierung von KMU vorzunehmen, um zu spezifizieren, welche Anforderung auf welche Kategorie von Unternehmen zutrifft. Zum anderen sind Bausteine zur Umsetzung der DSGVO zu entwerfen, die sowohl aufbau- und ablauforganisatorische Aspekte adressieren (welche Rollen sind zu etablieren, welche Abläufe zu verankern?) als auch Möglichkeiten der technologischen Umsetzung zeigen (IT Sicherheit). Wie Bausteine und Kategorien zur Anwendung kommen, ist durch ein methodisches Vorgehen zu beschreiben, das exemplarisch an einem Unternehmen veranschaulicht werden sollte.

 

 

Einflussgrößen und Faktoren für Digitalisierungsprojekte

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 22.02.2018

Die Digitalisierung ist ein Themengebiet, das aktuell viel Raum in der öffentlichen Diskussion einnimmt und sowohl aus technologischer als auch gesellschaftlicher Sicht diskutiert wird. Der Begriff Digitalisierung steht für die intensive Nutzung neuerer Entwicklungen der Informationstechnologie, wie Internet-der-Dinge, mobile Kommunikationslösungen, Sensorik oder selbstlernende Systeme, zur Verschmelzung der realen Welt mit der digitalen Welt. Dies soll zur Schaffung neuer Dienstleistungen und Produkte für den Endverbraucher sowie zur Veränderung von Abläufen und Strukturen in Unternehmen führen.

Für Unternehmen ist es sehr schwer zu entscheiden, wie Digitalisierungsprojekte am besten aufgesetzt und durchgeführt werden sollen, weil wenig Klarheit über Erfolgsfaktoren und Risikofaktoren besteht. Besonders wenig publiziertes Wissen existiert dazu, was den Misserfolg von Projekten verursacht. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und deren Risikomanagement ist dieses Wissen aber besonders wichtig. Hier können zwar generelle Faktoren, die den Erfolg von Projekten beeinflussen, einbezogen werden. Diese sind aber vermutlich nicht hinreichend.

Methodisch soll die Arbeit Literatur, Umfragen und Interviews zusammenbringen. Bei den Interviews ist die Zusammenarbeit mit der IHK, der IT-Initiative MV, dem Unternehmerverband und dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in Rostock geplant, um geeignete Gesprächspartner zu finden. Das Einbeziehen einer konkreten Fallstudie in einem Unternehmen ist auf Wunsch möglich.

 

 

Bedarfsgerechte Informationsversorgung von Einzelpersonen und Gruppen über Digital Signage Lösungen

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 22.02.2018

Die Digitalisierung ist ein Themengebiet, das aktuell viel Raum in der öffentlichen Diskussion einnimmt und sowohl aus technologischer als auch gesellschaftlicher Sicht diskutiert wird. Der Begriff Digitalisierung steht für die intensive Nutzung neuerer Entwicklungen der Informationstechnologie, wie Internet-der-Dinge, mobile Kommunikationslösungen, Sensorik oder selbstlernende Systeme, zur Verschmelzung der realen Welt mit der digitalen Welt. Dies soll zur Schaffung neuer Dienstleistungen und Produkte für den Endverbraucher sowie zur Veränderung von Abläufen und Strukturen in Unternehmen führen.

Im Zuge der Digitalisierung ergeben sich in vielen Anwendungsgebieten Potentiale für neue Dienstleistungen und Anwendungsszenarien sowie für Produkt- und Prozessinnovationen. Eine neue Kategorie von Anwendungen, die in der Master-Arbeit betrachtet werden soll, betrifft die Nutzung von interaktiven Anzeigetafeln, Displays oder Geräten in öffentlichen Räumen. Hier wird die Einbindung dieser auch „Digital Signage“ genannten Lösungen in betriebliche Aufgaben oder organisatorische Prozesse angestrebt. Ein Beispiel könnte die Lenkung von Besucherströmen (durch entsprechende Anzeige auf den Displays) in den Teil eines Gebäudes sein, der noch am meisten Kapazität hat und den Interessen der Besucher entspricht. Hier ist es wichtig, unterschieden zu können, ob eine Gruppe von Personen oder Einzelpersonen sich die angezeigten Informationen ansieht und ggf. auch, wie groß diese Gruppe ist. Ein weiterer Aspekt betrifft die Versorgung der Einzelperson oder der Gruppe mit bedarfsgerechten Informationen für ihre aktuelle Absicht. Hierfür ist die Ermittlung des Bedarfs der Einzelpersonen erforderlich, bspw. durch das Auslesen von Profilen von den Smartphones, soweit vom Nutzer zugelassen. Möglicherweise kann bei Personengruppen die Schnittmenge der Bedarfsprofile einen Anhaltspunkt bieten, welche Informationen für alle relevant sind.

Das zentrale Ziel der Masterarbeit soll es sein, mögliche Technologien und Ansätze für die o.g. Zwecke zu identifizieren und ausgewählte Technologien/Ansätze einer Machbarkeitsstudie zu unterziehen. Dazu ist eine Eingrenzung und Konkretisierung des Themas erforderlich. Für einen Praxistest soll die Arbeit insbesondere den in Kooperation mit der Schindler AG entstandenen Prototypen des „Blackboards“ nutzen.

Techniken zur Identifizierung von Personen und deren Akzeptanz

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 22.02.2018

Die Digitalisierung ist ein Themengebiet, das aktuell viel Raum in der öffentlichen Diskussion einnimmt und sowohl aus technologischer als auch gesellschaftlicher Sicht diskutiert wird. Der Begriff Digitalisierung steht für die intensive Nutzung neuerer Entwicklungen der Informationstechnologie, wie Internet-der-Dinge, mobile Kommunikationslösungen, Sensorik oder selbstlernende Systeme, zur Verschmelzung der realen Welt mit der digitalen Welt. Dies soll zur Schaffung neuer Dienstleistungen und Produkte für den Endverbraucher sowie zur Veränderung von Abläufen und Strukturen in Unternehmen führen.

Im Zuge der Digitalisierung ergeben sich in vielen Anwendungsgebieten Potentiale für neue Dienstleistungen und Anwendungsszenarien sowie für Produkt- und Prozessinnovationen. Ein Teil dieser Innovationen setzt voraus, dass die Identität des Nutzers ermittelt werden kann, um Aussehen, Funktionalität oder Verhalten auf den individuellen Nutzer anpassen zu können. Obwohl der traditionelle Weg der Identifizierung des Nutzers durch explizites Login weiterhin überwiegen wird, gibt es Anwendungskategorien, wo dies unkomfortabel ist und vermieden werden soll. Eine solche Kategorie, die in der Master-Arbeit betrachtet werden soll, betrifft die Nutzung von interaktiven Anzeigetafeln, Displays oder Geräten in Räumen, die potentiell vielen Personen gleichzeitig zur Verfügung stehen (z.B. in öffentlichen Räumen oder dem Eingangsbereich von Miethäusern). Hier soll das klassische Login möglichst durch andere Wege ersetzt werden, um Szenarien zu unterstützen, wo der Nutzer schon erkannt wird, wenn er sich der Anzeige nähert.

Das zentrale Ziel der Masterarbeit soll es sein, mögliche Technologien und Ansätze zur Identifikation individueller Personen zusammenzustellen, deren Eignung für die o.g. Anwendungskategorie zu untersuchen und die Akzeptanz potentieller Nutzergruppen sowie bei ausgewählten technischen Ansätzen die Machbarkeit der Umsetzung zu überprüfen. Für diese Überprüfung soll die Arbeit insbesondere den in Kooperation mit der Schindler AG entstandenen Prototypen des „Blackboards“ nutzen.

Konzeption und prototypische Implementierung eines Desktop-Sensors zur Erfassung und Vorhersage von Aktivitäten

Themensteller: Michael Fellmann

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 07.02.2018

Zeit gehört zum Wertvollsten, was wir besitzen. Dennoch ist oft unbekannt, für welche Aktivitäten wieviel Zeit aufgewendet wird. Zwar existieren für die betriebliche wie private Nutzung bereits Zeiterfassungswerkzeuge, die jedoch einen hohen manuellen Aufwand und viel Disziplin erfordern, um die Zeitverwendung exakt zu dokumentieren. Sie sind somit auf Dauer kaum praktikabel. Ziel der Arbeit ist es daher, ein Werkzeug zu konzipieren und prototypisch umzusetzen, das rechnergestützte Aktivitäten weitestgehend automatisch aufzeichnet. Hierzu soll es dem Benutzer möglich sein, verschiedene Zeitkonten zu definieren und Aktivitäten in einfacher Weise mit den Konten zu verbinden. Ein Beispiel für eine derartige Verbindung wäre es, ein Zeitkonto für ein bestimmtes Projekt zu definieren und zur Erkennung einen Speicherort auf dem Rechner oder ein eindeutiges Kürzel zu nutzen. Öffnet der Nutzer ein Dokument von diesem Speicherort oder enthält ein geladenes Dokument das Kürzel im Dateinamen, kann die Aktivität automatisch korrekt dem Zeitkonto zugeordnet werden. Im Unterschied zu bestehender Software wie RescueTime soll der Fokus des Konzepts insbesondere auf der inhaltlichen Erfassung der Zeitverwendung liegen, weniger auf der Art der genutzten Anwendung. Basierend auf der zeitlichen Erfassung von Aktivitäten soll abschließend untersucht werden, ob sich aus dem Aktivitätsprotokoll Vorhersagen über zukünftige Aktivitäten treffen sowie häufig wiederkehrende Muster extrahieren lassen. Zur prototypischen Implementierung kann bereits bestehender Code für Windows-Rechner erweitert werden, mit dessen Hilfe die Nutzung von Programmen einschließlich der geladenen Dokumente aufgezeichnet werden kann.

Kontextsensitive Aktivitätsempfehlungen über eine dynamische To-do-Liste

Themensteller: Fabienne Lambusch

 

 

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 07.02.2018

Die To-do-Liste ist ein gängiges Werkzeug der Selbstorganisation und dient dazu, noch nicht erledigte Aufgaben oder anstehende Aktivitäten zu sammeln. So bildet sie eine wichtige Grundlage für das Zeitmanagement. In der einfachsten Form besteht die Liste nur aus Aufgabeneinträgen, wobei neue Aufgaben hinten an die Liste angehängt werden. Damit wird diese statische Liste schnell unübersichtlich und die Verwaltung eine zusätzliche Last. Ziel der Arbeit ist es daher, ein Konzept für eine dynamische To-do-Liste zu erstellen, die eine automatische Anpassung der Reihenfolge von Einträgen anhand einer Reihe zu untersuchender Kriterien ermöglichen soll. Die Anreicherung der Liste um Kriterien soll von üblichen Eigenschaften, wie Fristigkeit und Wichtigkeit, bis hin zu kontextabhängigen Eigenschaften reichen. Kontextinformationen können über einen verfügbaren Smartwatch-Datenlogger gesammelt und mit Aufgaben (z.B. ein bestimmtes Dokument bearbeiten) oder Aktivitäten (z.B. Sport treiben) in Verbindung gebracht werden. Der Datenlogger zeichnet sowohl den Standort des Nutzers, als auch physiologische Parameter auf. Somit können Einträge in der Liste unter anderem mit einem Standort versehen oder mit körperlicher Belastung assoziiert werden. Dadurch wird es möglich, anhand der festgelegten Kriterien kontextsensitive Empfehlungen für passende nächste Aktivitäten zu geben. Die dynamische To-do-Liste mit Empfehlungsfunktion soll als Konzept entwickelt werden sowie prototypisch implementiert werden. Eine Evaluation im Selbstversuch sowie mit Probanden sollte als letzter Schritt der Arbeit angestrebt werden.

Informationsextraktion aus Internet-Quellen zur Anreicherung von Kundendaten am Beispiel der Finanzwirtschaft

Themensteller: Kurt Sandkuhl

 

 

Geeignet für: Bachelorarbeit

Sprache: Deutsch

Datum: 14.07.2017

Informationsextraktion aus Internet-Quellen zur Anreicherung von Kundendaten am Beispiel der Finanzwirtschaft

Eine Vielzahl von Anbietern und Dienstleistern im elektronischen Geschäftsverkehr und in sozialen Medien sammeln Informationen über ihre Nutzer und Kunden, um deren Gewohnheiten, Interessen und Bedarfe einschätzen zu können, und um Leistungen oder Inhalte zielgerichteter anbieten zu können. Die dabei gewonnenen Nutzer- oder Kundenprofile können vielfach auch über Anwendungsdomänen hinaus verwendet werden, wodurch ein Handel mit entsprechenden Informationen entstanden ist. Für Dienstleister in der Finanzwirtschaft ist die Nutzung solcher Informationen unter anderem für das eigene Risikomanagement und die Unterstützung des Vertriebs von Interesse, wird aber aktuell nur von großen Unternehmen betrieben und ist häufig noch im Pilotstadium. Im Risikomanagement können diese Informationen beispielsweise dazu beitragen, die Vergabe von Darlehen an möglicherweise nicht solvente Kunden zu vermeiden oder das Auftreten von Geldwäsche zu verhindern. Die zu vergebende Bachelorarbeit soll an einem konkreten Beispiel, der Vergabe von Darlehen zur Immobilienfinanzierung, untersuchen, welche Möglichkeiten und Grenzen der Anreicherung von Interessentendaten aus Datenquellen anderer Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr bestehen. Dazu soll zunächst erarbeitet werden, welche Informationen idealerweise über einen Interessenten vorliegen müssten, um ein geringes Risiko bei der Vergabe von Immobiliendarlehen zu erreichen. Auf der Basis des dabei entstehenden „Interessentenmodells“ ist dann zu untersuchen, welche potentiellen und möglicherweise alternativen Wege bestehen, diese Informationen aus (öffentlich zugänglichen oder kostenpflichtigen) Quellen anderer Unternehmen zu ermitteln oder abzuleiten. Das Ergebnis sollen ein Verzeichnis relevanter Datenquellen und Regeln zur Informationsextraktion sein, deren Durchführbarkeit zu testen ist. Die Arbeit wird in Kooperation mit einem Finanzdienstleister aus Rostock durchgeführt, der mit Fachwissen aus der Finanzbranche unterstützt.

Werkzeugunterstützung für die 4EM-Methodik zur Unternehmensmodellierung

Themensteller: Dr. B. Lantow


Geeignet für: Bachelorarbeit/Masterarbeit/Berufspraktikum

Sprache: Deutsch/Englisch

Datum: 14.07.2017

Mit 4EM gibt es eine Methode zur Unternehmensmodellierung, welche sich für den Einsatz in Praxis und Lehre eignet. Sie wurde in den letzten Jahren durch ein internationales Forscherteam zusammen mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik entwickelt und ist an mehreren Universitäten in Europa Bestandteil der Lehre.

Eine Unterstützung für die Modellierung bestand bisher in der Bereitstellung von Templates für verschiedene Diagrammeditoren wie Visio und DIA. Damit verbunden sind zwei Probleme: (1) Der Modellierer muss die Einhaltung der Regeln der 4EM-Modellnotation selbst überwachen (2) Es entsteht kein formales Modell, welches weiterer maschineller Analyse zugänglich wäre.

Die Universität Wien hat ein Projekt gestartet, um ein 4EM-spezifisches Modellierungswerkzeug zu entwickeln, welches diese Probleme lösen soll. Inzwischen existiert ein Prototyp dieses Werkzeugs, welcher bereits in der Lehre eingesetzt wurde und im Verbund des 4EM-Teams weiterentwickelt wird. Dieser Prototyp basiert auf der ADOxx-Plattform welche die Basis für Modellierungswerkzeuge in vielen EU-Projekten und für kommerzielle Anbieter ist. ADOxx bietet die einfache Generierung eines grafischen Editors auf Basis eines Metamodells der jeweiligen Modellierungssprache, die Möglichkeit der Anpassung des Editors mit Skripten und die Nutzung sprachenunabhängiger Module zur Modellanalyse.

  • Mögliche Aufgaben im Rahmen einer Arbeit sind unter anderem:
  • Abbildung des gesamten 4EM-Sprachmodells im Werkzeug
  • Verbesserung der Usability
  • Ergänzung von Schnittstellen und Analysefunktionalität
  • Bereitstellung von Funktionalität zur Modellierung im Team und zum Modellmanagement
  • Untersuchung des Einflusses des Werkzeugs auf den Modellierungsprozess

Die Arbeit wird in Kooperation mit den beteiligten Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Zum Einfluss des Werkzeugs auf die Gruppenarbeit bei der Unternehmensmodellierung – ein empirischer Vergleich zwischen Whiteboard und Multi-Touch-Tisch

Geeignet für: Masterarbeit

Sprache: Deutsch

Datum: 14.07.2017

 

Vorgeschlagen von: Anne Gutschmidt

Unternehmensmodellierung wird bevorzugt in Gruppen durchgeführt, um eine Vielfalt von Stakeholdern mit deren persönlicher und fachlicher Sicht einzubeziehen. Häufig werden zum Zeichnen der Modelle Plastikfolie oder auch Whiteboard verwendet. Zunehmend werden jedoch auch andere Medien wie Multi-Touch-Tische für diesen Zweck in Erwägung gezogen, da sich Modelle hiermit leichter speichern und ändern lassen. Multi-Touch-Tische sind jedoch teuer in der Anschaffung. Daher ist es wichtig herauszufinden, ob und welchen Mehrwert Multi-Touch-Tische gegenüber traditionellen Medien schaffen. Es fehlen insbesondere Kenntnisse darüber, wie die Zusammenarbeit in der Gruppe am Multi-Touch-Tisch abläuft und mit welchen Mitteln, z.B. im Rahmen der Software- und Benutzeroberflächengestaltung, diese Zusammenarbeit unterstützt werden kann. In einer als Experiment angelegten Studie, die im Juni 2017 stattfand, wurden bereits sechs Gruppen bei der Erarbeitung eines Ziel- und Problemmodells mit der 4-EM-Notation gefilmt und danach zu ihrer Gruppenarbeit befragt. Jede Gruppe bestand aus drei Mitgliedern. Drei der Gruppen arbeiteten an einem Whiteboard inklusive Moderationskarten, Magneten und Markern, die drei anderen Gruppen arbeiteten an einem Multi-Touch-Tisch, der mit einem speziellen Editor für Ziel-und Problemmodellierung ausgestattet war. In der Masterarbeit soll anhand der bereits gesammelten Daten die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen am Multi-Touch-Tisch mit der am Whiteboard verglichen werden. Besonderer Fokus soll dabei auf der Partizipation und Koordination der Gruppenmitglieder liegen. Für die Auswertung der Videodaten und der Interviews sind vor allem inhaltsanalytische Methoden heranzuziehen. So müssen verbale sowie nonverbale Beiträge der Gruppenmitglieder und ihre Nutzung des Mediums während der Modellierung analysiert werden. Neben Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Zusammenarbeit an Whiteboard und Multi-Touch-Tisch soll Wissen zur Verbesserung des Modellierungsprozesses sowie der Softwareunterstützung herausgearbeitet werden.