Verteidigung der Masterarbeit von Nico Löser

Am 1. Dezember um 09:30 Uhr verteidigt Nico Löser seine Masterarbeit zum Thema „Simulation von Hyperloop-Systemen: Auswahl einer Simulationsplattform und prototypische Realisierung ausgewählter Aspekte“ in Raum 320 (Konrad-Zuse-Haus). Nico ist Masterstudent im Studiengang Wirtschaftsinformatik und wurde von Marcus Triller und Kurt Sandkuhl (beide Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik) betreut.

Kurzfassung

Diese Arbeit untersucht, welche Simulationsplattformen sich für die modellbasierte Analyse des Hyperloop-Betriebs eignen und demonstriert die praktische Umsetzung anhand eines prototypischen Modells. Auf Basis eines Kriterienkatalogs werden relevante Tools systematisch verglichen. Die ausgewählte Plattform wird anschließend für drei Szenarien umgesetzt: (1) Stationsbetrieb mit festen Abfahrtsabständen, (2) Depotbetrieb als Lastpuffer sowie (3) Kuppeln/Entkoppeln von Fahrzeugverbünden. Die Modelllogik orientiert sich an vorgegebenen Parametern (u. a. Headway, Boardingraten, Kapazitäten) und wird mit festen Seeds, Warm-up und Messfenstern reproduzierbar ausgeführt. Die Messpunkte sind direkt an Ereignisse im Modell angebunden (z. B. Türzustände, Abfahrten, Depotfreigaben, Kopplung/Entkopplung).

Die Auswertung zeigt stabile Abfahrtsabstände im Stationsbetrieb, konfliktarme Depotfreigaben ohne Verdrängungseffekte sowie zuverlässige Kopplungsprozesse mit klaren Rollen und niedriger Abbruchquote. Abgleich und Sensitivitäten (u. a. Headway, Boardingraten, Anteil reduzierter Mobilität) bestätigen die Robustheit der Ergebnisse im betrachteten Rahmen. Grenzen ergeben sich aus bewusst gewählten Abstraktionen (z. B. vereinfachte Strecken- und Energiemodelle) und der Fokussierung auf Einzelstationen. Insgesamt belegt die Studie, dass die gewählte Simulationsumgebung betriebliche Fragestellungen des Hyperloop nachvollziehbar abbilden kann und damit eine geeignete Grundlage für weiterführende Analysen im Mehrstations- und Netzbetrieb bietet.


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