Studium der Wirtschaftsinformatik

Studium der Wirtschaftsinformatik


Vergebene Abschlussarbeiten betreut am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

Hier finden Sie Informationen und gegebenenfalls Volltexte von studentischen Abschlussarbeiten, die durch unsere Mitarbeiter betreut werden oder wurden.

Vergebene Bachelorarbeiten

Erkennen von Einflussfaktoren der Aufmerksamkeit im computergestützten Arbeitsumfeld

Themenstellung

Die Digitalisierung in der heutigen Arbeitswelt kann dazu führen bei der Arbeit einer Vielzahl an Unterbrechungen und potenziellen Ablenkungen ausgesetzt zu sein. Gleichzeit ist eine Arbeitsintensivierung zu beobachten, so dass der Zeitdruck für Arbeiter zusätzlich steigt und somit auch die Gefahr für Dauerstress. Das Management der Aufmerksamkeit ist daher wichtig, um unter diesen Randbedingungen dennoch langfristig produktiv zu sein und gesund zu bleiben. Durch neuartige oder verbesserte IT-Werkezeuge könnten gezielt Maßnahmen zur Stärkung der Aufmerksamkeit und Konzentration herbeigeführt oder die zum aktuell möglichen Niveau der Aufmerksamkeit passende Aufgabe ausgewählt werden. Eine wesentliche Voraussetzung für ein IT-gestütztes Management der Aufmerksamkeit ist es daher, geeignete Messgrößen und Einflussfaktoren für das Konzept der Aufmerksamkeit, sowie entsprechende Möglichkeiten zur Datenaufnahme und -analyse zu identifizieren. Insbesondere computergestützte Arbeit bietet einige Möglichkeiten relevante Daten über den Nutzer zu erfassen.

Ziel der Arbeit ist es ein Konzept zu entwickeln, wie die Aufmerksamkeit beeinflussende Faktoren in computergestützter Arbeit IT-basiert erkannt werden können. Eine prototypische Implementierung zum Auffinden von entsprechenden Mustern aus Daten eines Selbstversuchs sollte angestrebt werden. Zu diesem Zweck stehen verschiedene Tools wie ein Anwendungs-Tracker und ein Smartwatch-Datenlogger zur Verfügung.

Themensteller:Fabienne Lambusch

Intelligente To-do-Liste

Themenstellung

Das bisher meistgenutzte Werkzeug zur Aufgabenverwaltung, die persönliche To-do-Liste, ist trotz der enormen Möglichkeiten der heutigen IT nicht intelligent und kontextsensitiv. Weder werden für aktuell nicht relevante aber zukünftig bedeutsame Tätigkeiten oder Entscheidungen automatische Wiedervorlagen angeboten, noch erfolgen Erinnerungen passgenau zur aktuellen Situation. So sind etwa Vorschläge für zu erledigende Tätigkeiten während einer Sitzung eher wenig nützlich. Überdies müssen Erinnerungen manuell konfiguriert werden, und der mit neuen To-do-Einträgen einhergehende Arbeitsaufwand kann nicht berücksichtigt werden, obwohl eigentlich auf Basis ähnlicher Einträge in der Vergangenheit zumindest für manche Neueinträge der Aufwand bekannt sein müsste. Die beschriebenen Mängel rühren zum Großteil daher, dass To-do-Listen oft isolierte Insel-Anwendungen sind, die nicht mit anderen Systemen (z.B. Terminkalender, Fitnesstracker, Projektplanungssysteme) integriert sind. Sie führen in der Summe allerdings dazu, dass das einfache, fast von jedem genutzte Instrument der To-do-Liste nur eine marginale Unterstützung bei der Arbeitsplanung bietet. Ziel der Arbeit ist es daher, bestehende Ansätze für intelligente und integrierte To-do-Listen zu untersuchen und auf dieser Basis sowie auf Basis eigener Überlegungen ein Konzept (z.B. Datenmodell, Funktionsbeschreibung etc.) für eine intelligente To-do-Liste auszuarbeiten.

Themensteller:Fabienne Lambusch, Michael Fellmann

Konzepte für einen intelligenten, digitalen Coach

Themenstellung

Stress, Burnout und psychische Erkrankungen nehmen in der Arbeitswelt stark zu, während die Arbeit selbst gleichzeitig dank IT immer flexibler wird. Somit kommt dem persönlichen Selbstmanagement eine steigende Bedeutung für eine langfristig erfolgreiche, gesunde und angenehme Arbeit in Balance mit dem Privatleben zu. Moderne IT könnte in Form eines intelligenten, persönlichen digitalen Coach dazu beitragen, das Selbstmanagement zu verbessern, indem zum Beispiel situativ angemessene Ratschläge für Aktivitäten (Arbeit, Pause, Sport, Kommunikation, ...) oder konkrete, zu erledigende Aufgaben gegeben werden. Bisher sind allenfalls isolierte Anwendungen etwa im Bereich Fitness oder Aufgaben- und Zeitplanung bekannt. Um dem Ziel eines umfassenden, intelligenten und digitalen Coach näher zu kommen, soll in der Arbeit zunächst ein Leitbild/Vision für einen intelligenten digitalen Coach erstellt werden. Anhand dieses Leitbildes sollen dann systematisch relevante Themenbereiche identifiziert werden, für die in einem dritten Schritt zentrale Ergebnisse und Vorarbeiten anhand ausgewählter Literatur dargestellt wird. Enthält das Leitbild für den Coach beispielsweise das Thema "Fitnesshinweise", so wäre ein notwendiger Themenbereich "Quantified Self / Fitness Tracking" und in diesem Bereich könnten kurz die wesentlichen Entwicklungen skizziert werden (u.a. das Vorhandensein von Smartwatches und Fitnesstrackern, die über Trainingsprogramme und Sensorik den Nutzer zu mehr Aktivität animieren).

Themensteller:Michael Fellmann

Analyse und Dokumentation der Unternehmensarchitektur von Stieblich Hallenbau

in Bearbeitung:

Themenstellung

Stieblich Hallenbau ist ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Raum Güstrow, das seit 25 Jahren am Markt ist und sich auf Planung, Konstruktion und Bau von Hallen in Stahlbau spezialisiert hat.

Die IT-Infrastruktur des Unternehmens ist historisch gewachsen und von einer Vielzahl unterschiedlicher Applikationen geprägt, die zur Unterstützung definierter betrieblicher Aufgaben genutzt werden. Die Modernisierung einzelner Softwaresysteme in den letzten Jahren hat gezeigt, dass eine bessere Unterstützung der Arbeitsabläufe durch die Software möglich ist und auch eine bessere Integration zwischen einzelnen Systemen erreicht werden kann. Dennoch besteht die Vermutung, dass weitere Integrations- und Veränderungsmaßnahmen sinnvoll sein könnten, beispielsweise bei der Integration von Zeiterfassung und Lohnbuchhaltung.

Die geplante Bachelorarbeit soll die Informationsgrundlage für die Bewertung und Auswahl möglicher Maßnahmen verbessern, indem die Geschäfts-, Anwendungs- und Technologiearchitektur erhoben und dokumentiert wird. Methodisch soll dabei ein Vorgehen wie in der Unternehmensmodellierung, speziell der Unternehmensarchitekturmodellierung angewandt werden.

Die Arbeit erfordert eine Analyse und Datenerhebung (z.B. durch Interviews) vor Ort bei Stieblich Hallenbau in Güstrow. Die Arbeit kann bei Interesse auch mit einem Praktikum verbunden bzw. dadurch vorbereitet werden.

Analyse von Software-Produkten und -Plattformen für die Ressourcenbuchung

in Bearbeitung

 

Themenstellung

In Wohngebäuden mit vielen Mietparteien oder in Sportanlagen mit vielen Nutzergruppen ist die Reservierung und aktuelle Belegung von Ressourcen, wie Räumlichkeiten, Ausrüstungsgegenständen oder Anlagen, eine interessante Information bzw. Funktionalität. Nicht immer ist der Belegungsplan für solche Ressourcen elektronisch verfügbar oder das Reservieren online möglich, was unterschiedliche Ursachen haben kann, wie beispielsweise fehlende Funktionalität der datenführenden Systeme, unzureichende Qualität der Datenbasis oder zu hoher organisatorischer Aufwand und damit verbundene Kosten. Die zunehmende Nutzung von Smartphones bzw. Apps auf Nutzerseite bzw. die Digitalisierung von Ressourcen und Prozessen auf Anbieterseite eröffnet hier aber neue Möglichkeiten des Managements von Belegungs- oder Buchungsinformation, wie auch des Interessenausgleichs bei konkurrierenden Buchungswünschen.

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, eine Analyse aktuell am Markt bzw. im Bereich der Open-Source-Software verfügbarer Software-Produkte und -Plattformen durchzuführen. Diese Analyse soll anhand ausgewählter Buchungs- und Reservierungsszenarien die erforderliche Funktionalität auf Nutzer- und Anbieterseite ermitteln und auf Umsetzbarkeit prüfen.

Die Bachelorarbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bereich WIROtel und Sportstätten der WIRO. Bei Interesse kann geprüft werden, ob die Bachelorarbeit auch mit einem Praktikum bei der WIRO verbunden bzw. dadurch vorbereitet werden kann.


Vergebene Masterarbeiten

Konzeption und prototypische Implementierung eines Desktop-Activity-Tracker mit Empfehlungsfunktion

Zeit gehört zum Wertvollsten, was wir besitzen. Dennoch ist oft unbekannt, für welche Aktivitäten wieviel Zeit aufgewendet wird, und wichtige Aktivitäten werden vernachlässigt zugunsten von Dringlichen. Zwar existieren für die betriebliche wie private Nutzung bereits Zeiterfassungswerkzeuge, die jedoch einen hohen manuellen Aufwand und viel Disziplin erfordern, um die Zeitverwendung exakt zu dokumentieren. Sie sind somit auf Dauer kaum praktikabel. Ziel der Arbeit ist es daher, ein Werkzeug zu konzipieren und prototypisch umzusetzen, das rechnergestützte Aktivitäten automatisch aufzeichnet. Hierzu soll es dem Benutzer möglich sein, verschiedene Zeitkonten zu definieren und Aktivitäten in einfacher Weise mit den Konten zu verbinden. Ein Beispiel für eine derartige Verbindung wäre es, ein Zeitkonto für ein bestimmtes Projekt (etwa die Masterarbeit) zu definieren und zur Erkennung einen Speicherort auf dem Rechner oder ein eindeutiges Kürzel zu nutzen. Öffnet der Nutzer ein Dokument von diesem Speicherort oder enthält ein Terminkalendereintrag oder ein geladenes Dokument das Kürzel im Dateinamen, kann die Aktivität automatisch korrekt dem Zeitkonto zugeordnet werden. Das Konzept soll weiter die Definition von zeitbezogenen Zielen ermöglichen (etwa „maximal 10 Stunden pro Woche für den Nebenjob aufwenden“). Diese Ziele sollen herangezogen werden, um Aktivitätsvorschläge zu generieren. Bei der Generierung der Vorschläge sind die Einträge im Terminkalender des Nutzers zu beachten. Der Fokus der Bearbeitung kann, je nach Interesse und Vorwissen, eher auf die konzeptionellen Durchdringung und Aufarbeitung des Themas gelegt werden wie auch auf der prototypischen Implementierung. Hierzu kann bereits bestehender Code für Windows-Rechner und das Microsoft Office-System erweitert werden, mit dessen Hilfe die Nutzung von Programmen aufgezeichnet und Terminkalendereinträge ausgelesen werden können.

Themensteller:Michael Fellmann

Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung der DSGVO für kleine und mittelständische Unternehmen

Bearbeitet durch:

 

Themenstellung

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die im Mai 2018 in Kraft tritt und mit der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten in privaten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch soll der Schutz personenbezogener Daten verbessert werden. Die DSGVO bewirkt Änderungen in den nationalen Datenschutz-Verordnungen und stellt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor die Aufgabe, ein entsprechendes (organisatorisches) Management-System zu installieren.

Die Arbeit soll einen methodischen Ansatz zur Umsetzung der DSGVO entwickeln, der speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ausgerichtet ist. Dazu ist zum einen eine Analyse der Anforderungen der DSGVO vorzunehmen und eine Kategorisierung von KMU vorzunehmen, um zu spezifizieren, welche Anforderung auf welche Kategorie von Unternehmen zutrifft. Zum anderen sind Bausteine zur Umsetzung der DSGVO zu entwerfen, die sowohl aufbau- und ablauforganisatorische Aspekte adressieren (welche Rollen sind zu etablieren, welche Abläufe zu verankern?) als auch Möglichkeiten der technologischen Umsetzung zeigen (IT Sicherheit). Wie Bausteine und Kategorien zur Anwendung kommen, ist durch ein methodisches Vorgehen zu beschreiben, das exemplarisch an einem Unternehmen veranschaulicht werden sollte.

 

Einflussgrößen und Faktoren für Digitalisierungsprojekte

Bearbeitet durch:

 

Themenstellung

Die Digitalisierung ist ein Themengebiet, das aktuell viel Raum in der öffentlichen Diskussion einnimmt und sowohl aus technologischer als auch gesellschaftlicher Sicht diskutiert wird. Der Begriff Digitalisierung steht für die intensive Nutzung neuerer Entwicklungen der Informationstechnologie, wie Internet-der-Dinge, mobile Kommunikationslösungen, Sensorik oder selbstlernende Systeme, zur Verschmelzung der realen Welt mit der digitalen Welt. Dies soll zur Schaffung neuer Dienstleistungen und Produkte für den Endverbraucher sowie zur Veränderung von Abläufen und Strukturen in Unternehmen führen.

Für Unternehmen ist es sehr schwer zu entscheiden, wie Digitalisierungsprojekte am besten aufgesetzt und durchgeführt werden sollen, weil wenig Klarheit über Erfolgsfaktoren und Risikofaktoren besteht. Besonders wenig publiziertes Wissen existiert dazu, was den Misserfolg von Projekten verursacht. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und deren Risikomanagement ist dieses Wissen aber besonders wichtig. Hier können zwar generelle Faktoren, die den Erfolg von Projekten beeinflussen, einbezogen werden. Diese sind aber vermutlich nicht hinreichend.

Methodisch soll die Arbeit Literatur, Umfragen und Interviews zusammenbringen. Bei den Interviews ist die Zusammenarbeit mit der IHK, der IT-Initiative MV, dem Unternehmerverband und dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in Rostock geplant, um geeignete Gesprächspartner zu finden. Das Einbeziehen einer konkreten Fallstudie in einem Unternehmen ist auf Wunsch möglich.

 

Konzeption und Erprobung einer Graph-basierten Repräsentation von SysML-Modellen

Die Systems Modeling Language ist eine standardisierte, grafische Beschreibungssprache, die auf der Unified Modelling Language (UML) 2 aufbaut. Sie wird zur modellhaften Beschreibung komplexer technischer Systeme verwendet. Um mehrere mit dieser Sprache erstellte Modelle durchsuchen zu können und das in den Modellen enthaltene Wissen mit weiteren Fakten im Rahmen von Wissensmanagement-Initiativen (teil-)automatisiert verknüpfen zu können, ist eine Transformation oder Konvertierung der SysML-Modelle in einen Wissensspeicher notwendig, der eine einfache Analyse komplexer Fragestellungen erlaubt. In dieser Hinsicht haben sich in den letzten Jahren Graphdatenbanken als eine Technologie etabliert, um stark vernetzte Informationsbestände abzufragen und auch zu visualisieren. Sie bilden damit eine Grundlage für das Management vernetzter Wissensbestände. Da bisher keine ausreichenden Ansätze zur Überführung von SysML-Modellen in die Strukturen von Graphdatenbanken bekannt sind, ist es das Ziel der Masterarbeit, eine Graph-basierte Repräsentation von SysML-Modellen zu konzipieren und anhand von Praxisbeispielen zu erproben. Die Konzeption soll nicht nur Fragen der einmaligen Überführung eines SysML-Modells in eine Graphdatenbank berücksichtigen, sondern auch Mechanismen für die Änderung, Löschung und Visualisierung der Modelle mit einer Graphdatenbank umfassen. Als konkrete Graphdatenbank soll Neo4j zum Einsatz kommen. SysML-Modelle sowie ein SysML-Werkzeug werden durch das Virtuelle Fahrzeugzentrum Graz zur Verfügung gestellt.

Themensteller:Michael Fellmann