Am 29. September hat Sebastian Dannehl um 11:00 Uhr im Raum 320 seine Masterarbeit zum Thema „Datengetriebene Innovationsprozesse im ÖPNV am Beispiel von rebus“ erfolgreich verteidigt. Gutachter waren Dr. Anne Gutschmidt und Prof. Kurt Sandkuhl vom Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik. Das Foto zeigt Sebastian Dannehl (Mitte), Thomas Nienkerk (rebus) und Kurt Sandkuhl nach der erfolgreichen Verteidigung.
Kurzfassung
Die verschiedenen Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) haben sich in
den letzten Jahren stark verändert und neue Mobilitätslösungen sind hinzugekommen. Aufgrund eines steigenden Wettbewerbsdrucks sehen sich die ausführenden Verkehrsunternehmen dieses Sektors der Herausforderung gegenübergestellt, ihr bestehendes Angebotsportfolio zu optimieren, zu verbessern oder völlig neue Angebote und Prozesse zu entwickeln. Dies lässt sich mithilfe von Innovationsprozessmodellen systematisch umsetzen. Speziell die nachfrageorientierten Bedienformen des ÖPNV, allen voran die ÖPNV-integrierten On-Demand-Services, sind durch ein hohes Datenaufkommen gekennzeichnet. Diese vorhandenen Reisedaten lassen sich für die Entwicklung von Innovationen nutzen.
Im Rahmen einer Einzelfallstudie bei dem Unternehmen rebus - Regionalbus Rostock GmbH wurde mithilfe eines angepassten datengetriebenen Innovationsprozesses untersucht, welches Potential die Nutzung der Reisedaten von ÖPNV-integrierten On-Demand-Services zur nachhaltigen und fahrgastfreundlichen Gestaltung und Entwicklung des ÖPNV im ländlichen Raum bietet. Darüber hinaus ist geprüft worden, welche Daten für welche neuen Angebote und Prozesse genutzt werden können. Zudem galt es zu analysieren, wie die in der Literatur vorgeschlagenen Innovationsprozessmodelle anzupassen sind, damit diese im Kontext von ÖPNV-integrierten On-Demand-Services auf Basis von Reisedaten angewendet werden können und wie ein datengetriebener Innovationsprozess konkret für einen ÖPNV-integrierten On-Demand-Service von rebus abläuft.

